Uferanlage

Eine Ufermauer im Art déco

Mit schrägen, zinnenartig gestaffelten Elementen fasst die Ufermauer der 1920er Jahre die Schondorfer Seeanlagen – ein Art-déco-Ensemble, das Fachleute als weltweit einzigartig einstufen.

Art-déco-Ufermauer der Seeanlagen in Schondorf
Die Ufermauer der Seeanlagen – Entwurf Max Joseph Gradl, 1920er Jahre.

Die Entwürfe für die Mauer im Art-déco-Stil stammen von Max Joseph Gradl; den Anstoß gab der Unternehmer Toni Ruhr, an den heute eine Gedenktafel erinnert. Am 30. Juni 1926 übertrug der bayerische Staat das Ufergrundstück der Gemeinde Schondorf – verbunden mit der Verpflichtung, die Mauer dauerhaft zu erhalten.

Die Uferanlage ist Teil eines größeren Ensembles in Unterschondorf, zu dem Bootshäuser, das Badehaus von 1928, Umkleiden und das Chauffeurshaus des Röhm-Anwesens gehören. Zusammen bilden sie eine am Ammersee einmalige Art-déco-Landschaft direkt am Wasser.

Um den Erhalt wird gerungen: Die Mauer ist stark sanierungsbedürftig, und der Schondorfer Kreis setzt sich dafür ein, sie unter Denkmalschutz zu stellen und originalgetreu zu sichern. Dieses Projekt begleitet die Debatte und dokumentiert den Bestand.

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