Baudenkmal

Am Seeberg: Gradl trifft Eickemeyer

Über dem Seeufer steht ein Landhaus von 1909 – von Max Joseph Gradl errichtet und 1927 nach Entwurf Ludwig Eickemeyers im Stil des Art déco überformt.

Landhaus am Seeberg in Schondorf
Das Landhaus am Seeberg – zwei Gestaltergenerationen, ein Haus.

„Landhaus, Walmdachbau mit Zwerchhaus, von Max Joseph Gradl, 1909, im Art-déco-Stil umgebaut, nach Entwurf von Ludwig Eickemeyer, 1927“ – so verzeichnet es die Bayerische Denkmalliste unter der Aktennummer D-1-81-139-14. Das Haus am Seeberg gehört zu Gradls frühesten Arbeiten für Schondorf, entworfen noch vor seinem endgültigen Umzug an den See.

Ludwig Eickemeyer, der letzte Leiter der Münchner Debschitz-Schule, machte den Seeberg in den 1920er Jahren zu einem kleinen Zentrum des Art déco: 1926 gestaltete er das benachbarte Haus Am Seeberg 13 für das Ehepaar Hoferer als „Gesamtkunstwerk“ bis hinein ins Mobiliar – und ertrank kurz nach Vollendung des Projekts beim Baden im Ammersee.

So erzählt der Seeberg im Kleinen, was das ganze Westufer prägt: den fließenden Übergang vom Jugendstil der Gründerjahre zur klaren, kantigen Moderne der Zwischenkriegszeit.

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